Selbsthilfe

Krebs-Selbsthilfe

Was ist Selbsthilfe?

Selbsthilfe und Komplementäronkologie sind eng miteinander verbunden, verfolgen aber unterschiedliche Aufgaben.

Komplementäronkologie umfasst alle wissenschaftlich begründeten ergänzenden Maßnahmen, die die schulmedizinische Krebstherapie unterstützen – nicht ersetzen. Dazu gehören beispielsweise Bewegung, Ernährung, Psychoonkologie, Entspannungsverfahren, Achtsamkeit, bestimmte Phytotherapeutika mit belegter Wirksamkeit sowie der gezielte Umgang mit Nebenwirkungen wie Fatigue oder Polyneuropathie.

Selbsthilfe bedeutet, dass Betroffene aktiv Verantwortung für ihren eigenen Weg übernehmen. In Selbsthilfegruppen tauschen sie Erfahrungen aus, stärken sich gegenseitig, erhalten Informationen und entwickeln Kompetenzen, um mit der Erkrankung besser zu leben.

Der gemeinsame Gedanke lautet:

Komplementäronkologie ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Sie vermittelt Wissen und Möglichkeiten, die Patientinnen und Patienten selbst in ihren Alltag integrieren können. Dadurch werden sie zu aktiven Mitgestaltern ihrer Behandlung und nicht nur zu Empfängern medizinischer Maßnahmen.

Gerade deshalb ergänzt die Selbsthilfe die Komplementäronkologie ideal:

  • Sie motiviert zu gesundheitsförderndem Verhalten.
  • Sie unterstützt die Umsetzung von Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung.
  • Sie stärkt Hoffnung, Selbstwirksamkeit und Lebensqualität.
  • Sie hilft, wissenschaftlich fundierte Informationen von unseriösen Heilsversprechen zu unterscheiden.

Für das von Ihnen geplante Institut für Komplementäre Onkologie (IKO) könnte dies ein zentrales Leitbild sein:

„Komplementäronkologie verbindet evidenzbasierte Medizin mit der Kraft der Selbsthilfe. Unser Ziel ist es, Menschen mit Krebs zu befähigen, ihre Behandlung aktiv mitzugestalten, ihre Lebensqualität zu verbessern und ein erfülltes Leben mit der Erkrankung zu führen.“

Damit würde die Selbsthilfe nicht nur ein ergänzendes Angebot sein, sondern ein tragender Bestandteil Ihres Instituts – als Brücke zwischen medizinischer Versorgung, psychosozialer Unterstützung und der aktiven Rolle der Patientinnen und Patienten.
 

Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe ist ein zentrales Prinzip in der Begleitung von Menschen mit Krebs. Sie bedeutet, Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten und Ressourcen zu stärken, damit sie ihre Erkrankung aktiv mitgestalten können – ergänzend zur medizinischen Behandlung.


Krebs verändert das Leben – doch Betroffene sind der Erkrankung nicht hilflos ausgeliefert. Hilfe zur Selbsthilfe stärkt die Eigenverantwortung, vermittelt Wissen und fördert die Fähigkeit, mit den körperlichen, seelischen und sozialen Herausforderungen der Erkrankung umzugehen. Selbsthilfegruppen, Psychoonkologie, Bewegung, Ernährung, Entspannungsverfahren und evidenzbasierte komplementärmedizinische Maßnahmen können dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und neue Zuversicht zu gewinnen.


Wir unterstützen Menschen mit Krebs dabei, ihre eigenen Kräfte zu entdecken und aktiv an ihrer Gesundheit mitzuwirken. Durch Information, Beratung, Selbsthilfe, Psychoonkologie und evidenzbasierte komplementärmedizinische Angebote fördern wir Eigenkompetenz, Lebensqualität und Zuversicht – immer ergänzend zur wissenschaftlich fundierten Krebsmedizin.

 

Peer-Beratung

 


Krebs verändert das Leben – doch Betroffene sind der Erkrankung nicht hilflos ausgeliefert. Hilfe zur Selbsthilfe stärkt die Eigenverantwortung, vermittelt Wissen und fördert die Fähigkeit, mit den körperlichen, seelischen und sozialen Herausforderungen der Erkrankung umzugehen. Selbsthilfegruppen, Psychoonkologie, Bewegung, Ernährung, Entspannungsverfahren und evidenzbasierte komplementärmedizinische Maßnahmen können dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und neue Zuversicht zu gewinnen.


Wir unterstützen Menschen mit Krebs dabei, ihre eigenen Kräfte zu entdecken und aktiv an ihrer Gesundheit mitzuwirken. Durch Information, Beratung, Selbsthilfe, Psychoonkologie und evidenzbasierte komplementärmedizinische Angebote fördern wir Eigenkompetenz, Lebensqualität und Zuversicht – immer ergänzend zur wissenschaftlich fundierten Krebsmedizin.


Gruppen finden

Den passenden Weg in die Selbsthilfe finden

Nicht jede Selbsthilfegruppe passt zu jedem Menschen. Wichtig ist, eine Gruppe zu finden, in der Sie sich verstanden, angenommen und wohlfühlen. Nehmen Sie sich Zeit, verschiedene Angebote kennenzulernen und unverbindlich an einem Treffen teilzunehmen. Entscheidend sind Vertrauen, Offenheit und das Gefühl, sich mit den eigenen Fragen und Erfahrungen aufgehoben zu fühlen.

Bei der Auswahl können folgende Fragen helfen:

  • Passt die Gruppe zu meiner Erkrankung oder Lebenssituation?
  • Fühle ich mich dort respektiert und ernst genommen?
  • Werden Erfahrungen auf Augenhöhe ausgetauscht?
  • Erhalte ich Ermutigung und Orientierung, ohne unter Druck gesetzt zu werden?
  • Werden medizinische Empfehlungen verantwortungsvoll und ergänzend zur ärztlichen Behandlung vermittelt?

Eine gute Selbsthilfegruppe ersetzt keine ärztliche oder psychoonkologische Betreuung. Sie ergänzt diese durch gegenseitige Unterstützung, Erfahrungsaustausch und das Gefühl, mit der Erkrankung nicht allein zu sein.

 

Neue Gruppen gründen

Eine Selbsthilfegruppe entsteht, wenn Menschen mit ähnlichen Erfahrungen zusammenkommen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Der erste Schritt ist die Bereitschaft, den Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen – nicht als Therapeut oder Arzt, sondern als Betroffener oder engagierter Angehöriger.

Die wichtigsten Schritte:

  1. Ziel festlegen: Für welche Krebsart oder welches Thema soll die Gruppe da sein (z. B. Brustkrebs, Prostatakrebs, Leben mit Krebs, Angehörige)?
  2. Mitstreiter finden: Schon drei bis fünf Interessierte reichen aus, um eine Gruppe zu beginnen.
  3. Kontakt zur Selbsthilfekontaktstelle aufnehmen: Dort erhalten Sie Unterstützung bei Gründung, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit und Fördermöglichkeiten.
  4. Treffpunkt organisieren: Geeignet sind beispielsweise Räume in Krankenhäusern, Krebsberatungsstellen, Gemeindezentren oder Familienbildungsstätten.
  5. Regelmäßige Treffen vereinbaren: Ein fester Termin, z. B. einmal im Monat, schafft Verlässlichkeit.
  6. Netzwerke aufbauen: Kooperationen mit onkologischen Zentren, Krebsberatungsstellen und Ärztinnen und Ärzten helfen, Betroffene auf die Gruppe aufmerksam zu machen.
  7. Fördermittel beantragen: Gesetzliche Krankenkassen unterstützen Selbsthilfegruppen häufig finanziell bei Sachkosten und Projekten.

 

Grundprinzip

Eine gute Selbsthilfegruppe lebt von Vertrauen, Vertraulichkeit, gegenseitigem Respekt und der Erfahrung, dass niemand mit seiner Erkrankung allein ist. Sie ersetzt keine medizinische oder psychoonkologische Behandlung, sondern ergänzt sie durch Gemeinschaft, Erfahrungsaustausch und gegenseitige Ermutigung.

 

Ausbildung von Gruppenleitungen

Ausbildung von Gruppenleitungen in der Krebsselbsthilfe

Eine gute Selbsthilfegruppe braucht engagierte und gut vorbereitete Gruppenleitungen. Sie schaffen einen geschützten Raum, fördern den respektvollen Austausch und begleiten die Gruppe mit Einfühlungsvermögen und Verantwortung – ohne therapeutische Aufgaben zu übernehmen.

Eine qualifizierte Ausbildung sollten unter anderem folgende Themen umfassen:

  • Grundlagen der Selbsthilfe und Gruppenarbeit
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Umgang mit Krisen, Trauer und Konflikten
  • Grenzen der Gruppenleitung und Zusammenarbeit mit Fachpersonen
  • Psychoonkologische Grundlagen
  • Evidenzbasierte komplementäre Onkologie
  • Moderation von Gruppen und Organisation von Treffen
  • Rechtliche und organisatorische Grundlagen
  • Selbstfürsorge und Prävention von Überlastung

Ziel ist es, Gruppenleitungen zu befähigen, Selbsthilfegruppen kompetent, empathisch und nachhaltig zu begleiten und Betroffene in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken.

 

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